Fussball WM Brasilien: Cuiabá – Die Pforte zum Pantanal-Gebiet

Cuiabá

Alle Spiele in Cuiabá

 

Gruppe Datum Uhrzeit Spiel
Gruppe B 13.06.2014 18:00 (D 00:00) Chile – Australien
Gruppe C 24.06.2014 16:00 (D 22:00) Japan – Kolumbien
Gruppe F 21.06.2014 18:00 (D 00:00) Nigeria – Bosnien  Herzegowina
Gruppe H 17.06.2014 18:00 (D 00:00) Russland – Südkorea

 

Die Stadt Cuiabá ist die heißeste Stadt der WM und wird für unsere Spieler eine echte Herausforderung darstellen. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 26°C, was hier aber bedeutet, dass das Thermometer tagsüber auch schnell mal auf über 40°C steigen kann. Dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit und vergleichsweise viel Regen, vor allem zwischen November und April.

Cuiabá ist die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso und hat derzeit ca. eine halbe Millionen Einwohner. Die Stadt liegt fast genau im Zentrum von Brasilien, daher auch die extremen Temperaturen. Dazu bildet es das Tor zum Pantanal-Gebiet und befindet sich durchschnittlich 165 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt umfasst eine Fläche von knapp 4000 Quadratkilometern.

Bekannt ist Cuiabá unter anderem dafür, dass im Jahr 1719 Miguel Sutil hier den größten Goldfund der Geschichte entdeckte.

Insgesamt ist Cuiabá eher wenig grün, obwohl es so viel regnet. Das liegt daran, dass durch Rodung und Erosion die meisten Grünflächen verschwunden sind, wobei die Stadt nach wie vor einige Grünflächen besitzt.

Cuiabá hat zwar einen Flughafen, dieser dient jedoch hauptsächlich für Inlandsflüge. Auf den Flüssen findet aber Schiffsverkehr statt.

Sehenswürdigkeiten in Cuiabá

Cuiabá besitzt einige historische Kirchen, zum Beispiel die „Cathedral Metropolitana“. Hier würde ein riesiges Mosaik von Christus von den Kindern der Stadt angefertigt. Dem „Notre Dame“ nachempfunden soll die Kirche „Nossa Senhora do Bom Despacho“ sein, die aus dem Jahre 1720 stammt und im gotischen Baustil errichtet wurde.

Auf den verschiedene kleinen Plätzen in der Stadt, die von Bäumen umwachsen sind, findet man immer wieder Verkaufsstände mit den unterschiedlichsten Artikeln. Sowohl Lebensmittel als auch Handwerkskunst kann man hier erwerben.

Ein paar Museen sind für geschichtlich Interessiere mit Sicherheit sehenswert. Es gibt ein Museum für Anthropologie, für Naturgeschichte, für Volkskultur, für Archäologie und eines mit Hinterlassenschaften von Indianervölkern.

Nicht nur Cuiabá selbst, sondern vor allem das Pantanal ist jedoch meist Ziel der Besucher, die in die Stadt kommen. Die riesige Ebene von 230.000 Quadratkilometern verfügt über eine außergewöhnlich artenreiche Natur und bietet Besuchern eine einmalige Landschaft. Savannen, überschwemmte Ebenen, Dschungel, Steppe, Gebirge und auch Wälder vereinen sich auf eine einzigartige Weise im Pantanal. Hinzu kommt, dass das Gebiet sich je nach Regen- oder Trockenzeit ständig verändert. In der Regenzeit findet man zahlreiche Flüsse, Seen und Lagunen. In der Trockenzeit besteht diese Gegend aus viel Uferschlamm, in dem die Tiere Nahrung finden und der die Umgebung düngt. Papageien, Aras, Büffel, Fischotter, Marabus, Jaguare oder Brüllaffen haben im Pantanal ihr Zuhause gefunden – mit etwas Glück kann man bei einem Besuch sicherlich einige dieser seltenen Tierarten bewundern. Egal, zu welcher Jahreszeit man das Pantanal besucht, Naturliebhaber werden garantiert auf ihre Kosten kommen und unwahrscheinlich viele interessante Entdeckungen machen.

Ob nun also ein Besuch der kulturellen Highlights der Stadt oder des ungewöhnlichen Pantanals, Cuiabá ist eine Stadt, in der man neben der WM seinen Besuch sicherlich abwechslungsreich gestalten kann.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, welche die Austragungsorte der Fußball WM 2014 in Brasilien vorstellt.